Münchner Kardinal frustriert über Online-Erfolg der Kritiker des Synodenwegs
Er ist frustriert über "das Narrativ", das die deutsche Synode als schismatisch darstellt, und darüber, dass sie so starken Einfluss gewonnen hat.
"Das ist auch ein Phänomen der sozialen Medien, besonders im reaktionären Lager", sagte Kardinal Marx in marxistischer Sprache. "Sie sind in ihren Bemühungen sehr gut koordiniert, besonders in den Vereinigten Staaten. Das gilt für die Politik, und das gilt auch für die Kirche. Die andere Seite [die nicht an der Kirche interessiert ist] ist dort nicht so aktiv. Ich habe sowohl Franziskus als auch Leo XIV. wiederholt darauf hingewiesen, dass Propaganda betrieben wird."
Und: "Was die Kommunikation angeht, so wäre es sicherlich besser gewesen, mehr miteinander zu reden. Aber vielleicht hätten wir - mich eingeschlossen - den Dialog früher suchen sollen. Ich gebe allerdings zu, dass ich mir Sorgen gemacht habe, dass wir dann keine Fortschritte gemacht hätten. Jetzt geht es darum, unseren synodalen Weg effektiv in den Prozess der Weltkirche zu integrieren."
Kardinal Marx ist der Ansicht, dass sich die Kirche unter Leo XIV. auf ein "neues" Selbstverständnis zubewegt, bei dem Einheit und gemeinsame Mission eine stärkere Beteiligung und den Dialog erfordern.
Bild: Reinhard Marx © SynodalerWeg.de, Pressebild CC BY, AI-Übersetzung